***** Auf ihren im Sommer 1975 erschienenen Album „Return To Fantasy“ präsentierten Ken Hensley & Co. mit dem John Wetton einen neuen Bassisten. Ihr langjähriger Bassist Gary Thain war am 19.03.1975 unter tragischen Umständen verstorben. John Wetton, ehemals Mitglied bei Family und King Crimson, fügte sich gleich nahtlos in das Gruppengefüge ein. Das Album beginnt verheißungsvoll mit dem gleichnamigen Titelsong, mit einem treibenden Rhythmus und ebenso treibenden Keyboards, unterlegt mit David Byrons hervorragender Stimme und harmonischen Chorgesang im Hintergrund. In gekürzter Fassung wurde „Return To Fantasy“ als Single ausgekoppelt, aber leider war diesem prächtigen Rocker kein Hitglück vergönnt. Zwar nicht ganz so packend aber dennoch klasse ist „Shady Lady“, ein gradliniger Rocker. Ebenfalls gradlinig sind das etwas an Deep Purple erinnernde „Devil’s Daughter“ und das mit kleinen Synthesizereinlagen gewürzte „Beautiful Dream“. Zwar bieten diese Stücke keine großen Höhepunkte, bieten aber bestes Rockhandwerk. „Prima Donna“ ist ein poppiger, gradliniger Rock’n’Roller mit Saxophoneinlagen von Mel Collins und B.J. Cole. „Your Turn To Remember“ ist ein etwas verhaltenes, blues-beeinflußtes Stück. „Showdown“ ist ein gradliniger Rocker ohne große Höhepunkte, während die Ballade „Why Did You Go“, ebenso wie „You Turn To Remember“, blues-beeinflußt ist, allerdings nicht so recht überzeugen kann. Streckenweise balladenhaft geht in „A Year Or A Day“ zu, ein Stück, das voll zu überzeugen weiß. Alles in allen weiß das Album „Return To Fantasy“ voll zu überzeugen, auch wenn es hier und da einige Unebenheiten gibt. Auf jeden Fall ist es das beste Uriah Heep-Album seit Jahren. |