***** Vor fünf Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich dieses Album einst derart gut bewerten würde. Als totaler HL-Fan war mir dieses Album wegen des für die Gruppe befremdenden Klang immer ein Dorn im Auge, obwohl mir die beiden Songs "Human" und "Love Is All That Matters" eigentlich schon immer gefielen. Nach dem erfolgreichen "Dare"-Album und dem im negativen Sinne perfektionierten Album "Hysteria", trennte sich die Gruppe von Produzent Martin Rushent und liess das nächste Album der damaligen In-Produzenten Jam & Lewis produzieren, die vor allem für ihre Zusammenarbeit mit Janet Jackson bekannt sind. Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein Album mit ein paar ganz gelungenen Songs. Der Opener "Money" ist ein guter R&B-Track mit einer funky Gitarre, und klingt wirklich eher nach Alexander O'Neal und Janet Jackson. Die wunderschöne Ballade "Human", einer der bekanntesten Songs der Gruppe, macht aus den beiden Sängerinnen der Gruppe nur noch Backgroundsängerinnen - macht aber nichts, denn für dieses Album wurde sowieso der Sound der Gruppe total umgekrempelt. "Jam", ein typischer von Jam & Lewis R&B-Track. "Are You Ever Coming Back?", ein Song, der schon eine Spur mehr nach Human League klingt, ist da schon wieder wesentlich besser. "I Need Your Loving", von HL-Fans oft als der schlechteste Song bezeichnet, ist ähnlich aufgebaut wie Janet Jacksons "What Have You Done For Me Lately?", etwas monoton, aber dennoch eigentlich ganz gut. Mit "Love On The Run" hat die Gruppe wieder einen typischen HL-Song auf die Beine gestellt; der einzige auf dem Album, der wirklich noch total nach HL klingt. "Love Is All That Matters" ist wie "Human" eine schöne Ballade, die aber sehr nach Alexander O'Neals "Criticize" klingt, wenns um die Melodie im Chorus geht.
Fazit: Trotz des kommerziellen Flops ein gelungenes Album mit guter Pop- und R&B-Musik. |