*** Zwischen 1968 und 1981 hatte der gute Steve Miller gemeinsam mit seiner Band eine Reihe hervorragender Alben eingespielt (z.B. „Recall The Beginning A Journey From Eden“ aus dem Jahre 1972, „The Joker“ von 1973 und „Fly Like An Eagle“ von 1976). Spätestens seit dem 82er Werk „Abracadabra“ meinte er, sich dem musikalischen Zeitgeschmack anpassen zu müssen. Bis auf die wirklich guten Stücke „Abracadabra“ und „Give It Up“ bot dieses Album allenfalls Durchschnitt. Mit dem knapp 2 Jahre später erschienenen Nachfolgewerk „Italian X Rays“ schuf er seinen musikalischen Tiefpunkt. Ich kenne kein zweites Werk der Steve Miller Band, das so uninteressant ist wie dieses. Musikalisch bieten Steve Miller, Byron Allred, Kenny Lee Lewis und Gary Mallaber einen derart faden Mainstream-Pop, der allenfalls für das Mitternachtsprogramm eines Radiosenders taugt. Bis auf die passablen Stücke „Italian X Rays“, „Daybreak“ und „One In A Million“ hat das Album nichts zu bieten, was halbwegs den gewohnt hohen Standart der Steve Miller Band gerecht wird. Zu sehr wurde hier versucht, sich den Hörgewohnheiten der Zeit anzupassen, was prompt daneben gegangen ist. Und Steves Stärke, richtig gute weiße Bluesmusik, sucht man auf diesem Album vergebens. „Italian X Rays“ ist ein höchst überflüssiges Album, das selbst bei eingefleischten Steve Miller Fan auf sehr wenig Interesse stoßen dürfte. Selbst Freunde von 80er Jahre Musik werden hier wenig Freude dran haben. |