****** Das ist keine Hymne, sondern wahrscheinlich autobiografisch (außer daß er selber damals nicht 20, sondern erst 18 Jahre alt war): Ein junger französischer Soldat wird - wie so viele - von DeGaulle nach Algerien geschickt, um dort seinen eigenen Landsleuten, die verzweifelt um ihr Leben kämpfen, in den Rücken zu fallen. Er will diesen Kampf auf der falschen Seite nicht, aber er macht ihn - wie so viele - mit. Und als sie nach getaner Drecksarbeit wieder abreisen - zusammen mit 1,5 Millionen Flüchtlingen, deren Existenz zu zerstören sie mitgeholfen haben - weint er, denn Algerien war eigentlich ein schönes Land, FÜR das zu kämpfen sich gelohnt hätte, d.h. auf der anderen Seite, MIT den "Pieds noirs" (die es immerhin 130 Jahre lang aufgebaut hatten, in mühsamer Kleinarbeit, nicht wie andere Kolonialmächte nur ausgebeutet), auch mit dem Gewehr in der Hand.
S.L. war danach eng mit einigen Flüchtlingsfamilien befreundet, u.a. der von Enrico Macias, und hat das teuer bezahlt. (Würde hier zu weit führen, das alles breitzutreten.)
So ein Lied zu singen, konnte man in Frankreich erst riskieren, nachdem DeGaulle und sein Helfershelfer Pompidou gestorben waren. Last edited: 08.02.2008 14:46 |