**** Okay, das hier ist dann doch eher etwas für Reeds Zielgruppe als für jene der Metal-Heroen. Was mich persönlich ja absolut nicht stört. Schon eher stören wird es die Die-Hard-Fans, die alles verdammen, was nicht nach "Master of Puppets" klingt. Was auch die Reaktionen erklärt, die ich im Internet finde - so etwas unglaublich Vernichtendes habe ich selten gesehen.
Aber so schlecht ist es dann doch nicht. Ein ganz latent sabbatheskes Riff, das seine Kraft ganz eindeutig aus der Wiederholung schöpft, und darüber Spoken-Word-Lyrics, dargeboten von Lou Reed, nur kurz unterbrochen von Hetfields arttypischem Geschrei. Dafür dass es heißt, dass die Mitwirkenden samt und sonders ihren künstlerischen Zenit hinter sich haben, ist das hier doch ziemlich überzeugend - und man muss es einfach honorieren, dass diese altgediente Truppe den Mut hat, sich noch einmal auf etwas vollkommen Neues einzulassen. Vor allem im Falle von Metallica, die sehr viele Fans entsetzlich enttäuschen und ihre astronomischen Verkaufszahlen ordentlich dezimieren werden. |