***** Nur knapp sieben Monate nach ihrem Debüt „Bachman-Turner Overdrive“ veröffentlichten die kanadischen Powerrocker im Dezmber 1973 ihr zweites Werk „Bachman-Turner Overdrive II“. Zwar ist dieses Album nicht ganz so gut wie das Debüt, bietet aber dennoch ansprechenden Rock. Drei Stücke ragen heraus und zwar die beiden Singlehits „Let It Ride“ und „Takin‘ Care Of Business“ und „I Don’t Have To Hide“. Das ungemein packende „Let It Ride“ wirkt wie eine Vorlage für ihren 74er Superhit „You Ain’t See Nothin‘ Yet“. Als erste Singleauskopplung aus dem zweiten Album konnten BTO im Frühjahr ihren ersten großen Hit in den Staaten landen. Ähnlich wie Singleauskopplung Nr. 2, dem Boogierocker „Takin‘ Care Of Business“ werden hier musikalische Parallelen zu der damals sehr erfolgreichen amerikanischen Band Grand Funk deutlich. In diesen beiden Stücken ziehen BTO einen ordentlich vom Leder und beweisen, daß Rockmusik nicht unbedingt aus Geschwindigkeit und Härte bestehen muß, sondern daß diese Musik eigentlich reiner Spaß bedeutet. Eine ähnlich Prämisse findet man auch bei z.B. Status Quo. Der Bluesrocker „I Don’t Have To Hide“ ist eines der wenigen Stücke im BTO-Repertoire, das nicht von Randy Bachman oder C.F. Turner geschrieben und gesungen wurde sondern von Tim Bachman. Musikalisch erinnert das Stück etwas an „Witchy Woman“ von den Eagles und Tims Stimme klingt wie eine Kreuzung aus Alex Harvey und Alice Cooper. Von den restlichen Stücken („Blown“, „Welcome Home“, „Stonegates“, „Give It Time“ und „Tramp“) ragt zwar keines hervor, trotzdem bieten auch sie bestes, exzellent gespieltes Rockhandwerk. Kurzum, mit „Bachman-Turner Overdrive“ ist der Gruppe kein Meisterwerk gelungen, dafür aber ein extrem kurzweiliges und sehr unterhaltsames Album. |