***** In der Zeit vor der Veröffentlichung dieser CD hatte es BAP mal wieder personell arg gebeutelt: Multiinstrumentalist Jens Streifling zog es vor, bei einer Kölner Faschingsband ("Höhner") sein Geld zu verdienen, und Percussionistin (und Backgroundsängerin) Sheryl Hackett erlag einer heimtückischen Krankheit. So auf 5 Mann geschrumpft stampften die Mannen um Ur-Bapper Wolfgang Niedecken ein Album aus dem Boden, was ich schon fast als Trotzreaktion auf Medienkritik und ähnliches sehen möchte (was im letzten Titel "Die Welt is jrausam" sehr deutlich verbraten wird). "Wie, wo und wann" fängt düster an, wird aber schnell zur Rocknummer. Der fetzigen Hommage "Jedenfalls vermess" an die Fans folgt mit "Rövver noh Tanger" der erste Kracher der CD. Treibender Bass, eine Gitarre, die sich erst gegen Ende des Stücks in den Vordergrund spielt - eines der besten BAP-Stücke überhaupt. Es folgt "Maria", ein lahmarschiges Liebeslied, auch noch von sich selbst geklaut ("Jraaduss"!); der einzige Ausfall. Highlights sind "Unger Krahnebäume" und "Einfach ussortiert" als rockige Nummern, das verträumte "Unger Linde in Berlin" (mit allerdings ernstem Hintergrund - die abgesagte DDR-Tour der Band) und das Rumba-Stück "Ich wünsch mir du wöhrs he". Wie immer vorbildlich die Texte, die man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte. Mittlerweile sind BAP ja 30 Jahre alt; wenn es so weitergeht, können von mir aus ruhig noch einige CDs folgen! Last edited: 11.03.2008 22:42 |