**** Mit unverkennbaren Balalaikaklängen untermalt, wird eine hoch poetische Reflexion über die Indikatoren des Frühlingserwachens dargeboten. In Rilke-Qualität werden die Auswirkungen der entsprechenden Stimmungen auf in der Einsamkeit die Zweisamkeit suchende Liebespaare geschildert, welche als Konsequenz des nächtlichen Ausserhausseins gezwungen sind, die erste S-Bahn des Folgemorgens zum Rücktransport zu nutzen. Es rechtfertigt sich, die einleitenden Worte zu rezitieren: „Frühling kam auf den silbernen Schwingen der Nacht - Frühling war in den Weiden der Ufer erwacht - und sie neigten die Zweige tief auf den See, der ruhig schlief - weisst du noch, wie uns oft erst die Dämmerung des Morgens heimwärts rief.“ Alles klar?! Da die tonale Disposition eher einschläfernd wirkt, kann ich leider gesamthaft lediglich zu einer Durchschnittlichkeit suggerierenden 4 greifen. |